Kunst im kleinen Bildformat von Hans Anthon Wagner

Buch- und Kunstverlag in Ammerbuch

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Lebensweisheit

Die Kunst zu leben

Die Kunst zu leben
ist die Kunst zu lassen
und nach dem Geben
nicht mehr nachzufassen.

Sich gut zu fühlen,
wenn die andern fliegen.
Die Stirn zu kühlen
und im Gras zu liegen.

Das Ziel verlieren
und im Kreis zu gehen.
Bei Wärme frieren
und ganz still verstehen.

Kein „Ja“ ersehnen
und kein „Nein“ zu wollen.
Zurück zu lehnen
und im Geist zu tollen.

Einsam lachen,
Freundschaft nur zu träumen.
Beim Gedanken machen,
nicht den Clou versäumen.

(Aus Schäferkarren-Philosophie, S. 94)

Kunstfertiger
Erfindungsreichtum, gespickt mit Humor.

Wer Hans Anthon Wagner kennen lernt, spürt sofort: Dieser Mensch ist authentisch und eigenständig. Was ihm in den Sinn kommt, wird an der frischen Wald- und Wiesenluft oder in der Rückzugszone seines Schäferkarrens bewegt, gewogen und bei bestandener Prüfung realisiert.

Schwarz-weiß-Foto des Künstlers, sitzend am Schreibtisch

Hans Anthon Wagner mit noch handbetriebenem Handwerkszeug in seinem Atelier

Der Künstler hat viele Neigungen. Sie reichen vom Bildhaften bis zum Literarischen. Er ist ein leidenschaftlicher Sammler des Immateriellen: von Anekdoten, Lebenserfahrungen, Eingebungen und den kleinen, freundlichen Momenten des Lebens. Man sieht seinen Bildern das Interesse an ihren Sujets an. Sei es ein sehenswerter Winkel in seinen Ortsminiaturen, den er mit seinem Klappfahrrad ausgekundschaftet hat, oder das ikonenhafte Eichhörnchen, dem er alle Aufmerksamkeit widmet, um es in ein herzerfreuendes Kunstwerk zu verwandeln.

Man könnte meinen, geradewegs "zum Possen" spielt der Künstler der heutigen, ruhelosen Zeit, einen um den andern Streich. Er vertieft sich in seine Arbeit, ob er nun gerade an einer Graphik, einem Buch oder am Entwurf für ein Vogelhaus sitzt. Die Zeit darf getrost an ihm vorbeiziehen. Es kümmert ihn nicht. Hauptsache, er kann morgens den Schlüssel zur Ateliertür herumdrehen. Hier an seinem Arbeitsplatz ist seine Welt in Ordnung. Die Sonne darf hereinscheinen, und aus der Feder fließt, was von den Ideen des Vortages und den Träumen der Nacht in Erinnerung geblieben ist. Wie Hans Anthon Wagner sein Leben sieht, lässt sich aus erster Quelle in seinem Buch "Schäferkarren-Philosophie" nachlesen.

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Kurzbiografie

In Kirchentellinsfurt, auf dem Berg über dem Neckar, 1945 geboren.
Die unmittelbare Nachkriegszeit verschlug die Familie Wagner nach Hailfingen bei Rottenburg. Hier betrieb die Mutter einen Tante-Emma-Laden. Grundschule in Hailfingen, Gymnasium in Herrenberg.

So sah und zeichnete sich der Künstler selbst im Alter von 4 Jahren. „Noch ausbaufähig“, meint er heute.

Dann zogen ihn Studium und Abenteuerlust fort bis nach Amerika. Nach der Rückkehr ins Herren-
berger Gäu und einem kurzen Zwischenspiel in einem Sindelfinger Werbeunternehmen, begann Hans Anthon Wagner 1973 seine freiberufliche Tätigkeit als Graphiker. Drei Jahre später kehrte er Herrenberg den Rücken und bezog sein Atelier in Breitenholz, einem kleinen, schwäbischen Dorf am Rand des Naturparks Schönbuch. Hier wirkt er bis heute.