Kunst im kleinen Bildformat von Hans Anthon Wagner

Buch- und Kunstverlag in Ammerbuch

Logo HAW

Öffnungszeiten

Mo - Fr: 10 - 13 und
15 - 17 Uhr,
Sa: 10 - 12 Uhr und nach Vereinbarung.

Das Museum wird ehrenamtlich betreut, so dass in Ausnahmefällen der Empfang nicht besetzt sein kann. Wenn Sie also von  weit her kommen, fragen Sie bitte zur Sicherheit per E-Mail, Fax oder Telefon an.

Adresse

72119 Ammerbuch-Breitenholz
Forsthausstraße 10
(in der Nähe von Tübingen in Baden-Württemberg)

Tel. 07073-7977
Fax 07073-7008

E-Mail: info@museumanthon.de

Kleine Kunst –Hans Anthon Wagner: Eine Fliege führt keine Kriege.
ganz groß!

Photo Bildwand im Museum Anthon

Feinste Kunst auf 10 mal 10 Zentimeter;
links MotivMiniaturen, rechts Ortsansichten als Miniaturgraphiken.

Photo Bildwand im Museum Anthon

Die kleinen Bildmotive verbinden Witz und Geist. Genießen Sie einen Museumsbesuch mit Tiefgang.

Photo Bildwand im Museum Anthon

Aus der Sammlung von weit über 1000 Ortsbildern (Miniaturgraphiken) hier der Blick auf etwa 30 dieser Zeichnungen als lithographische Originalabzüge.

Photo Bildwand im Museum Anthon

Historisches Schwergewicht: Die Handdruckpresse von 1892. Im Hintergrund eine Serigraphie aus der Reihe „Kunst als Hausordnung“.

Das Museum Anthon zeigt etwa 400 Exponate des Miniaturenkünstlers Hans Anthon Wagner. Teilweise sind die Bilder in historischen Techniken wie Lithographie und Holzschnitt ausgeführt.

Eindrücke des Museumsbesuchers
und Journalisten Jo Kästner

Begegnung im Museum Anthon: Kleine Bilder mit großer Wirkung in Hans Anthon Wagners „Museumle“

von Jo Kästner

Beim Öffnen der Tür zum Museum Anthon werden wir angezogen von den vielen kleinen Bildern an den Wänden vor uns. Der Künstler zeigt uns seine Darstellungen von Fledermaus, Bär, Pfarrer, Koch und Teufel – fünf von etwa 400 hier ausgestellten Miniaturen des Breitenholzers. Karikierte Wirklichkeiten, Einzelstücke, selbst gemalt. Es scheint als bändige der Künstler seine Vielfalt der Stile und Farben in diesem einheitlichen Bildformat von nur 10 mal 10 Zentimeter. Bei genauem Hinsehen stoßen wir auf Überraschendes: Da zwitschert zum Beispiel ein winziges Vögelchen auf der Schulter eines massigen Sumokämpfers, oder ein Bär hält einen Luftballon mit Bärengesicht an einer Schnur. Allein schon die Deutung dieser Attribute im Bildkontext, macht die Ausstellung spannend.

Unmögliches nehmen wir wahr: „Ich saß mit dem Foto eines Papageientauchers auf der Deichsel meines Schäferkarrens, dort oben am Schönbuchtrauf. Eine Weinbergschnecke kroch durchs Gras. Der Meeresvogel aus dem kalten Norden und diese Schnecke werden unter normalen Umständen nie zusammenkommen. Doch mit dem Zeichenstift geht alles“, erklärt der Künstler. Jetzt teilt der bunte Vogel vom Polarmeer den Platz im Bilderrahmen mit einer Breitenholzer Weinbergschnecke. Jedes Bild hat seine eigene Geschichte.

Die schwere, gusseiserne Handdruckpresse von 1892 interessiert uns. Hans Anthon Wagner braucht sie zur Vervielfältigung seiner Ortsminiaturen. Etwa 1300 Stadt- und Dorfansichten im Kleinformat hat er bis heute gezeichnet. Von A wie „Alte Liebe“, dem Leuchtturm bei Cuxhaven, bis Z wie Zeppelinmuseum am Bodensee. Er war überall selbst vor Ort. Nur eine einzige Darstellung ist wohl reine Phantasie: Die Müneck hoch über dem Dorf Breitenholz im Kreis Tübingen, dem Sitz des Museum Anthon. Diese Burg aus dem 12. Jahrhundert ist schon lange abgetragen. „Ich habe sie mit meinen Mitteln sozusagen neu erbaut“, kommentiert der Künstler schmunzelnd sein Werk.

Schreiben und Zeichnen sind Hans Anthon Wagners Leidenschaften. Wir blättern in seinen Büchern und erfahren, warum die Hailfinger mit dem Spottnamen „Gänsger“ und die Stuttgarter mit „Stäffelesrutscher“ bedacht werden. Zusammen mit einem Herrenberger Historiker hat der Breitenholzer dieses fünfbändige, illustrierte Werk über die Entstehungsgeschichten schwäbischer Ortsnecknamen geschaffen. An der Wand entdecken wir, dass man sich den „Breitenholzer Froschabschlecker“ und andere Unnamen auch als Bild in die Stube hängen kann.

„Häuser sind auch nur Menschen“ heißt das Buch mit Abbildungen und Hintergrundinformationen zu einer Bilderreihe mit vielen stilisiert dargestellten Häuschen. Einige der darin beschriebenen Grafiken hat der Breitenholzer ausnahmsweise auch großformatig ausgeführt.

Und dann die zahlreichen „Gedichte und Geschichten eines Einsiedlers“, so der Untertitel eines 170-Seiten-Buches: „Schäferkarren-Philosophie“ steht auf dem Umschlag, und daneben ist ein alter Pferchkarren abgebildet – die Wohn-, Schlaf- und Dichterklause des Autors.

Aus dem großen Nordfenster bei Hans Anthon Wagners Arbeitstisch streift der Blick über die Baumwiesen am Dorfrand und hinauf zum Waldsaum des Naturparks Schönbuch. Von dort oben reicht die Sicht weit über die Felder des Strohgäus bis zu den Höhen der Schwäbischen Alb und dem fernen Schwarzwald. Diese reizvolle Landschaft hat den Künstler im Alter von 30 Jahren magisch angezogen.

Seit 1976, drei Jahre nach Beginn seiner beruflichen Künstlerlaufbahn, findet er hier Ruhe und Anregung für sein schöpferisches Tun. Die „Alte Molke“ von Breitenholz diente ihm jahrelang als Kunstwerkstatt. Jetzt arbeitet der kreative Schwabe in seinem „Museumle“, wie er das Museum Anthon in der Forsthausstraße nennt. „Die Ideen gehen mir noch nicht aus“ ist er überzeugt und aquarelliert mit feinem Pinsel die Zeichnung einer ganz außergewöhnlichen Biene.

Sie interessieren sich für

Eintrittspreise

Einzelbesucher € 5,–

Gruppen bis
max. 20 Personen
pauschal € 100,–
inklusive Führung und Vortrag des Künstlers: nur nach Voranmeldung per Telefon, Fax oder E-Mail.

Fünf Miniaturgraphiken

Ortsansichten als Miniaturgraphiken

Fünf Motivminiaturen

MotivMiniaturen in großer Themenvielfalt

Buch "Häuser sind auch nur Menschen"

Kunst als Hausordnung – auch im Buch

handbemaltes Unikat-Vogelhaus aus der Serie Hausordnung

Kunst als Vogelhaus; geprüfte Nisthöhle, wetterfest